Themenreihe NS-Dokumentation

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  • Britta Bopf »Arisierung« in Köln Die wirtschaftliche Existenzvernichtung der Juden 1933-1945

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 10

    Die Verdrängung jüdischer Unternehmer und die »Arisierung« jüdischen Vermögens während des Nationalsozialismus bedeuteten den größten Besitzwechsel in der neueren deutschen Geschichte. Schrittmacher dieses vielschichtigen Raubzuges waren vor 1938 nicht die nationalsozialistische Partei- und Staatsführung, sondern die regionalen Entscheidungsträger. Dementsprechend verlief die ökonomische Verdrängung der jüdischen Bevölkerung je nach Region unterschiedlich.
    Für Köln ist die wirtschaftliche Existenzvernichtung der Juden vom Aprilboykott 1933 bis zur letzten Ausplünderung während des Transports in die Vernichtungslager in dem vorliegenden Buch untersucht. Die Studie analysiert systematisch die Rahmenbedingungen und Abläufe der »Arisierungen« und beschreibt die Motive und das Verhalten der Beteiligten sowie die Selbsthilfemaßnahmen der jüdischen Gemeindeorganisationen. Deutlich wird, welche Rolle die »arischen« Nutznießer spielten, unter denen vom kleinen Metzger bis zum Großunternehmer, vom Fürsorgeempfänger bis zum Kölner Oberbürgermeister alle Gruppen vertreten waren.

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  • Jürgen Müller Ausgrenzung der Homosexuellen aus der »Volksgemeinschaft« Homosexuellenverfolgung im nationalsozialistischen Köln

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 9

    Forschungen zur Verfolgung der Homosexuellen im Nationalsozialismus waren lange Zeit von dem Topos bestimmt, dass es analog zum Holocaust der Juden einen Holocaust der Homosexuellen gegeben habe. Grundlagenforschungen zur Homosexuellenverfolgung Anfang der 90er Jahre haben indes nachgewiesen, dass es keinen Holocaust der Homosexuellen gegeben hat und dieser auch kein Handlungsziel nationalsozialistischer Politik war. Als gesichert gilt, dass das Ziel der NS-Politik die vollständige Unterdrückung der Homosexuellen war. Seit Beginn der 90er Jahre stellen Lokalstudien den Forschungsschwerpunkt im Rahmen der Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit dar, die Einblicke in die lokale Verfolgungspraxis ermöglichen.
    In diesem Kontext ist auch die Untersuchung von Jürgen Müller anzusiedeln, die sich durch eine intensive Quellenarbeit auszeichnet. Ihm ist es gelungen, mehrere neue Quellen aufzutun, so dass die Quellenbasis zur Erforschung der Verfolgung von Homosexuellen in Köln während des Nationalsozialismus sich letztlich als vergleichsweise günstig herausgestellt hat. Sie ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Verfolgungspraxis: von der Verbrechensaufklärung der Polizeien über die Strafjustiz der Gerichte bis hin zur KZ-Einweisung durch die Kriminalpolizei. Die Studie schließt eine Lücke in der Erforschung der NS-Zeit in Köln, doch geht die Relevanz der Untersuchung weit über den Rahmen einer Lokalstudie hinaus.

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  • Barbara Becker-Jákli, Werner Jung, Martin Rüther (Hrsg.) Nationalsozialismus und Regionalgeschichte Festschrift für Horst Matzerath

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 8

    Nationalsozialismus und Kommune – unter diese beiden Begriffe lassen sich die Themen fassen, mit denen sich Horst Matzerath in seiner wissenschaftlichen Arbeit auseinandersetzt. Häufig greifen dabei die Erforschung der Zeit des »Dritten Reichs« und die vergleichende Städteforschung ineinander, wobei sich seine Untersuchungen stets durch einen breiten und differenzierten Ansatz auszeichnen.
    Das Ausscheiden Horst Matzeraths als Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln gibt Anlass, eine Art Bilanz zu ziehen. Hierzu wird in einem ersten Teil sein wissenschaftlicher und beruflicher Werdegang von Weggefährten nachgezeichnet, wobei es den Autoren gelingt, immer auch individuell gefärbte, also im Wissenschaftsbetrieb nicht unbedingt erwartete persönliche Aspekte in die Darstellung einzuflechten.
    Der qualitative wie quantitative Schwerpunkt dieser umfangreichen Festschrift aber liegt auf den wissenschaftlichen Arbeiten des Jubilars selbst. Dass bei seinem produktiven Schaffen eine Auswahl nötig wurde, versteht sich von selbst. Angesichts seiner über zwanzigjährigen Tätigkeit bei Aufbau und Leitung des NS-Dokumentationszentrums bot es sich an, hier die wichtigsten jener weit verstreuten Aufsätze zusammenzuführen, in denen sich Horst Matzerath mit der NS-Zeit und ihren Auswirkungen auf die Bundesrepublik befasst. So entsteht ein beeindruckendes Kaleidoskop eines großen wissenschaftlichen Interesses, das sich durch analytische Schärfe und methodische Innovation auszeichnet.

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  • Harald Buhlan, Werner Jung (Hrsg.) »Wessen Freund und wessen Helfer?« Die Kölner Polizei im Nationalsozialismus

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 7

    »Polizei – dein Freund und Helfer« – dieses noch heute bekannte Motto diente zum ersten Mal 1937 der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit. Dem entsprach das jahrzehntelang gepflegte (Selbst-)Bild der Polizei, daß sie sich als Institution – anders als die Gestapo – an den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen nicht beteiligt und ihre »normale« Arbeit getan habe – allenfalls Einzelne hätten sich schuldig gemacht.
    Das Buch 'Wessen Freund und wessen Helfer? Die Kölner Polizei im Nationalsozialismus' zeichnet ein anderes Bild. Neben Artikeln über die Zeit der Machtübernahme und der Organisation der Polizei in Köln sowie des Verhältnisses Polizei und Gestapo wird vor allem die Tätigkeit der Kölner Kriminalpolizei bei der Verfolgung von »Asozialen«, Prostituierten und der Prostitution verdächtiger Frauen, Homosexuellen und Zigeunern beschrieben, von denen viele in Konzentrationslagern ermordet wurden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Artikel über die Kölner Polizeibataillone, die bei ihren Einsätzen in den besetzten Gebieten im Osten Europas an der Ermordung von Tausenden Menschen beteiligt waren. Eine juristische Aufarbeitung fand – wie weitere Beispiele zeigen – nie statt.
    In dem Buch wird anstelle des bisherigen (Selbst-)Bildes der Polizei die reale Indienstnahme der Polizei durch die Nationalsozialisten und die bereitwillige Unterstützung des NS-Regimes durch die Polizei aufgezeigt.

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  • Martin Rüther (Hrsg.) »Zu Hause könnten sie es nicht schöner haben!« Kinderlandverschickung aus Köln und Umgebung 1941 - 1945

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 6

    Die Publikation '»Zu Hause könnten sie es nicht schöner haben!« Kinderlandverschickung aus Köln und Umgebung 1941-1945' erscheint im Rahmen des Ausstellungs- und Forschungsprojektes »Kinder und Jugendliche im Zweiten Weltkrieg«.
    Die Autoren liefern in ihren Beiträgen einen multiperspektivischen Blick auf die Kinderlandverschickung und präsentieren unterschiedliche Aspekte dieses bemerkenswert heterogenen Themas auf neuestem Forschungsstand. Das Buch möchte die Grundlage für ein differenziertes, in den Gesamtzusammenhang eingebettetes Verständnis der Kinderlandverschickung bieten, indem es sowohl die reichsweit geltenden Vorgaben präsentiert als auch den Zugang zur lokalspezifischen Entwicklung im Köln/Bonner Raum ermöglicht.

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  • Hiltrud Kier, Karen Liesenfeld, Horst Matzerath (Hrsg.) Architektur der 30er und 40er Jahre in Köln

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 5

    Die 30er und 40er Jahre sind eine Architekturepoche, die zwischen Moderne und Traditionalismus steht. Die politische Zäsur der Jahre 1933 und 1945 ist allerdings in den zahlreichen Alltagsbauten nicht so erkennbar, wie es der allgemeinen Meinung entspricht. Durch ihre Unauffälligkeit integrieren sich diese Bauten bis heute nahezu unbemerkt in das Kölner Stadtbild: ein Umstand, der zum Nachdenken anregt.
    In dem Buch 'Architektur der 30er und 40er Jahre in Köln' wird erstmals ein Querschnitt aller baulichen Erzeugnisse aufgezeigt, die in dieser Zeitspanne entstanden. Das gesamte Planungs- und Baugeschehen einer Großstadt in den 30er und 40er Jahren wird damit anschaulich gemacht. So wird ein geschlossenes Bild des Baugeschehens in Köln skizziert und die bisher überwiegend einseitige Blickrichtung erweitert. Ganz bewußt sind die Jahre 1933 und 1945 nicht als Zäsur genommen, um die städtebaulichen und architektonischen Entwicklungen in ihrer ganzen Vielfalt zu dokumentieren.

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