Themenreihe NS-Dokumentation

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  • Gideon Greif, Peter Siebers Todesfabrik Auschwitz Topografie und Alltag in einem Konzentrations- und Vernichtungslager

    Herausgegeben vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

    Bücher über das Konzentrationslager Auschwitz gibt es viele, mit vielen verschiedenen Ansatzpunkten. Dieses besondere Buch zeigt zum ersten Mal in aller Detailliertheit die Schrecken und Schauplätze des Grauens in millimetergenauen Zeichnungen und Plänen des Technischen Zeichners Peter Siebers und in erklärenden, eindrücklichen Texten des israelischen Historikers Gideon Greif. Die drei Hauptteile des Lagers Auschwitz – das Stammlager, Birkenau und Buna-Monowitz – werden in authentischen und plastisch-realistischen architektonischen Plänen gezeigt.

    Das Synonym für den Holocaust – das Vernichtungslager Auschwitz – wird in seinen vollständigen, kalten und mörderischen Dimensionen abgebildet. Zeichnungen von Häftlingen, Fotos und ausführliche Erklärungen zur Bedeutung der verschiedenen Gebäude vervollständigen den Band. Peter Siebers hat über 15 Jahre an diesen Plänen gearbeitet, die nun erstmalig in ihrer Gesamtheit in diesem beeindruckenden und wichtigen Buch gezeigt werden.

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  • Werner Jung (Hrsg.) Bilder einer Stadt im Nationalsozialismus Köln 1933–1945

    Der Bildband eröffnet einen neuen Blick auf die Geschichte Kölns im Nationalsozialismus. Die zum großen Teil bislang unveröffentlichten Bilder stammen vor allem aus dem einzigartigen Fotobestand des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Sie zeigen Aufstieg und Machtübernahme der Nationalsozialisten, das Alltagsleben und die Etablierung der Herrschaft in der selbsternannten »Metropole des Westens«, Krieg und Kriegsgesellschaft bis zur völligen Zerstörung der Stadt. Neben Abbildungen von offiziellen Inszenierungen der Macht bieten zahlreiche private Aufnahmen sehr persönliche Blicke auf die Stadt. Die Bilder machen deutlich, wie tief der Nationalsozialismus in das Leben der Kölnerinnen und Kölner hineinwirkte.

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    erscheint im November

  • Martin Rüther »Senkrecht stehen bleiben« Wolfgang Ritzer und die Edelweißpiraten. Unangepasstes Jugendverhalten im Nationalsozialismus und dessen späte Verarbeitung

    Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 21

    Wolfgang Ritzer war Edelweißpirat in Köln, wurde Ende 1942 verhaftet und entkam dem Gefängnis nur durch seine Einberufung zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht. Sein Weg zu und sein Leben mit den Edelweißpiraten werden hier – ergänzt um zahlreiche Abbildungen geschildert. Ihre besondere Spannung bezieht die Untersuchung daraus, dass sie sich auch mit Wolfgang Ritzers Rolle in der »Kölner Kontroverse« der 1980er Jahre auseinandersetzt, in der die Frage diskutiert wurde, ob die unangepassten Jugendlichen der Kriegszeit Widerstand geleistet hätten oder ob sie Kriminelle gewesen seien.

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  • Dr. Gabi Langen, Dr. Ansgar Molzberger, Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong (Hrsg.) Siegen für den Führer Der Kölner Sport in der NS-Zeit

    Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 20

    Mit dem Sammelband »Siegen für den Führer. Der Kölner Sport in der NS-Zeit «, der zur gleichnamigen Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln erscheint, wird ein lang verdrängtes Kapitel der Kölner Sportgeschichte durchleuchtet. Zehn Autorinnen und Autoren beschäftigen sich in ihren Beiträgen mit Schwerpunktthemen wie dem Schul- und Vereinssport, dem jüdischen Sport sowie der Rezeption der Olympischen Spiele von 1936 in Köln. Darüberhinaus wird die Entwicklung der seinerzeit besonders populären Sportarten Fußball, Leichtathletik und Radsport thematisiert. Eingebettet wird die Darstellung dieser Epoche des Sports in eine Kurzanalyse der Kölner Sportlandschaft in der Weimarer Zeit.

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  • Marcus Leifeld Der Kölner Karneval in der Zeit des Nationalsozialismus Vom regionalen Volksfest zum Propagandainstrument der NS-Volksgemeinschaft

    Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

    Der Kölner Karneval hatte für den Nationalsozialismus eine große Bedeutung: zur Unterhaltung der Massen, zur Ankurbelung von Tourismus und Wirtschaft. Die Büttenreden, Liedtexte und Motivwagen im Rosenmontagszug dienten ab 1936 zunehmend auch der überregionalen Verbreitung von Antisemitismus und anderer ideologischer wie politischer Vorstellungen. Die lokalen NS-Parteifunktionäre und NS-Amtsträger verfolgten dabei unterschiedliche Strategien zwischen gewaltsamer Lenkung und dem Gewähren von Freiräumen. Sie reagierten auf Anpassung und abweichendes Verhalten von Karnevalisten, Künstlern, Regimekritikern und anderen mehr. Das Buch bietet am Beispiel des Karnevals einen genauen Blick auf die komplexen gesellschaftlichen Vorgänge in Köln zwischen 1933 und 1939.

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  • Angelika Lehndorff-Felsko »Uns verschleppten sie nach Köln…« Auszüge aus 500 Interviews von ehemaligen Zwangsarbeitern

    Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

    Das Buch bietet ein authentisches und einzigartiges Bild der Zwangsarbeiter im nationalsozialistischen Köln, erstellt aus über 500 Interviews mit Gästen des Besucherprogramms der Stadt Köln für ehemalige
    Zwangsarbeiter in den Jahren 1989 bis 2014. Sie berichten über ihre Arbeits- und Haftstätten in Fabriken und Privathaushalten, in Klöstern und in Handwerksbetrieben, in der Landwirtschaft und in Krankenhäusern. Sie erzählen von ihrer Verschleppung, den Baracken, brutalen und freundlichen Kölnern, vom ständigen Hunger und von Bombenangriffen. Während ihrer Besuche Jahrzehnte später sahen sie eine veränderte Stadt, in der sie dennoch Vieles wiedererkannten.

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  • Dr. Ursula Reuter, Thomas Roth Lebenswege und Jahrhundertgeschichten Erinnerungen jüdischer Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in Nordrhein-Westfalen

    Zusammengestellt und bearbeitet vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

    Seit Beginn der 1990er Jahre haben über 200.000 Menschen jüdischer Herkunft die frühere Sowjetunion verlassen, um nach Deutschland einzuwandern. Zehntausende kamen nach Nordrhein-Westfalen und
    haben dort die jüdischen Gemeinden auf unverhoffte Weise belebt. Vor allem die älteren jüdischen Zuwanderer brachten vielfältige Erinnerungen und historische Erfahrungen mit nach Deutschland. Sie waren im sowjetischen Regime aufgewachsen, haben unter dem Stalinismus gelitten – und den Krieg und nationalsozialistischen
    Völkermord mit Glück überlebt. Im vorliegenden Buch erzählen 40 dieser Menschen aus ihrem Leben, von den Zeiten nach der Russischen Revolution bis zu den Erfahrungen in Deutschland heute. Ihre Lebensgeschichten stellen einen wichtigen Beitrag dar, nicht nur zur jüdischen Geschichte, sondern zur Geschichte eines ganzen Jahrhunderts.

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  • Faye Cukier Flucht vor dem Hakenkreuz

    Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

    Faye Cukier wurde als Fanni Cukrowski in Köln geboren – als einziges Kind jüdischer Eltern, die Anfang des letzten Jahrhunderts aus Polen nach Deutschland ausgewandert waren. Die wohlsituierte Familie, die sich seit 1930 Cukier nannte, floh angesichts des wachsenden Antisemitismus im September 1938 nach Belgien. Auf abenteuerliche Weise gelang ihr immer wieder die »Flucht vor dem Hakenkreuz«, Eltern und Tochter überlebten – anders als viele ihrer Freunde und Bekannten. Mitreißend und eindringlich schildert die Autorin, wie sie mitten in der bedrohlichsten Verfolgung als junge Frau heranwächst, ihr Interesse für Sprachen und Kunst erwacht, sich geschäftliche Talente im Diamantenhandel entwickeln und sie erste Liebesbeziehungen knüpft – und vor allem, wie sie sich und ihre Eltern vor Deportation und Ermordung rettet. Ein Leben, vergleichbar mit dem von Anne Frank, jedoch mit einem glücklichen Ende.

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  • Barbara Becker-Jákli Das jüdische Köln Geschichte und Gegenwart

    Ein Stadtführer

    In sechs Rundgängen und mit fast 800 Abbildungen erkundet der erste Stadtführer durch das jüdische Köln die Vielfalt des Kölner Judentums in Vergangenheit und Gegenwart. Er erinnert an die Verfolgung während der NS-Zeit, führt in die Tätigkeit von Gedenkstätten und Museen ein und stellt die heutigen Einrichtungen der Synagogen-Gemeinde vor. Biografien bedeutender Persönlichkeiten und Lebens geschichten »kleiner Leute« bilden einen Schwerpunkt des Stadtführers. Ein spezieller Teil gibt einen Überblick über die Kölner Einrichtungen, Vereine und Organisationen, die sich mit jüdischen Themen befassen.

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  • Cologne during National Socialism A short guide through the EL-DE House

    This short guide gives you a brief introduction to the history of Cologne during the era of National Socialism and is a handy and helpful guide to the Gestapo prison memorial and the permanent exhibition 'Köln im Nationalsozialismus' (Cologne during National Socialism). This book tells you about the history of EL-DE House and the activities of the NS Documentation Centre.

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  • Köln im Nationalsozialismus Ein Kurzführer durch das EL-DE-Haus

    Dieser Kurzführer bietet eine kompakte Einführung in die Geschichte Kölns in der NS-Zeit und ist ein handlicher Begleiter durch die Gedenkstätte Gestapogefängnis und die Dauerausstellung »Köln im Nationalsozialismus«. Der Band behandelt zudem die Geschichte des EL-DE-Hauses und die Arbeit des NS-Dokumentationszentrums.

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  • Thomas Roth »Verbrechensbekämpfung« und soziale Ausgrenzung im nationalsozialistischen Köln Kriminalpolizei, Strafjustiz und abweichendes Verhalten zwischen Machtübernahme und Kriegsende

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 15

    Der »Kampf« gegen »Verbrecher« und gesellschaftliche Randgruppen war ein wichtiges Politikfeld des NS-Regimes. Das Buch zeigt am Beispiel Kölns, welche Bedeutung »Verbrechensbekämpfung« und soziale Ausgrenzung für die Herausbildung der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft« hatten und welche Rolle Kriminalpolizei und Strafjustiz in der NS-Diktatur spielten. Es untersucht das Verhältnis der Bevölkerung zur NS-Kriminalpolitik, beleuchtet die Perspektive der Betroffenen und wirft einen genaueren Blick auf die verschiedenen Formen von Kriminalität im »Dritten Reich«.

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  • Sonja Endres Zwangssterilisation in Köln 1934–1945

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 16

    Etwa vierhunderttausend Menschen wurden während des »Dritten Reiches« zwangssterilisiert, weil sie in den Augen der nationalsozialistischen Rassenhygieniker »minderwertig« waren und der Schaffung eines »gesunden und leistungsfähigen Volkskörpers« im Wege standen. Dieser Band untersucht erst mals auf breiter Quellenbasis die Durchführung des »Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« in Köln, das am 1. Januar 1934 in Kraft trat. Im Fokus der Studie stehen sowohl die Funktionsweise des »erbbiologischen« Erfassungssystems als auch die Entscheidungs- und Beurteilungsverfahren, die in den meisten Fällen zu einer Zwangssterilisation führten.

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  • Karola Fings Messelager Köln Ein KZ-Außenlager im Zentrum der Stadt

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 3

    Es lag mitten in Köln, unübersehbar für die Bevölkerung, und doch wurde es 50 Jahre lang beschwiegen: das KZ-Außenlager in der Kölner Messe. Dabei gehörten die Kolonnen von Häftlingen in gestreifter KZ-Kleidung während der Kriegsjahre zu einem alltäglichen Erscheinungsbild in der Stadt.
    Hier wird zum ersten Mal der Geschichte des Lagers anhand bislang unveröffentlichter Dokumente und zahlreicher Aussagen ehemaliger Häftlinge nachgegangen. Das Buch zeigt eindrucksvoll, welche vielfältigen Verbindungen es zwischen dem Konzentrationslager Buchenwald und der Stadt Köln gab.

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  • Barbara Becker-Jákli, Harald Buhlan, Horst Matzerath (Hrsg.) Versteckte Vergangenheit

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 1

    Der Buchtitel 'Versteckte Vergangenheit' verweist auf die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in der eigenen Stadt wie im persönlichen Umfeld. »Versteckt« hat viele Dimensionen, vom schlichten Verborgensein bis hin zum bewußten Verstecken und Fälschen.
    Margarete Mitscherlich und Horst-Eberhard Richter leiten den Band mit einigen grundlegenden Diskussionsbeiträgen ein. Sie nehmen Stellung zum Themenkomplex Verdrängung und Erinnerung in der Nachkriegsgesellschaft. Weitere Beiträge untersuchen an konkreten Beispielen, in welchen Fragmenten die Existenz des Nationalsozialismus in Köln noch ablesbar und erfahrbar ist und wie die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Thema der NS-Vergangenheit in ihrer Stadt umgegangen sind.

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  • Verein EL-DE-Haus Köln (Hrsg.) Unter Vorbehalt Rückkehr aus der Emigration nach 1945

    Während der nationalsozialistischen Herrschaft waren viele Bürger und Bürgerinnen zur Emigration gezwungen. Auch aus Köln und dem Rheinland flohen viele Menschen ins Ausland, um der rassistischen Politik und Verfolgung zu entkommen. Nur wenige Exilanten kehrten nach Kriegsende in ihre ehemalige Heimat zurück, um ein neues Leben in dem Land zu beginnen, aus dem sie vertrieben worden waren. Die Motive für ihre Rückkehr waren vielschichtig, die Entscheidung war oft nicht endgültig.
    In dem Buch 'Unter Vorbehalt. Rückkehr aus der Emigration' wird nach den Gründen für die Rückkehr der Emigranten gefragt. Die Autoren und Autorinnen haben einige der aus dem Exil Zurückgekehrten ausfindig gemacht und ihre Lebensgeschichten aufgezeichnet.
    Die 30 Biographien geben Einblick in die Gründe für die Flucht und die Motive für die Rückkehr. Das Buch handelt von den Überlebenden, ihren Erfahrungen und Erlebnissen, Wünschen und Zielen.
    Die Biographien werden ergänzt durch Aufsätze zu den politischen und sozialen Rahmenbedingungen für Remigranten nach 1945. Das Buch zeigt die vielfältigen Aspekte dieser Problematik auf und stellt damit einen wichtigen Beitrag zu einem bislang vernachlässigten Bereich der Migrationsforschung dar.

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  • Katrin Dördelmann Die Macht der Worte Denunziationen im nationalsozialistischen Köln

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 4

    Die Herrschenden im Dritten Reich strebten nach absoluter Macht, nach totaler Kontrolle des Denkens und Redens der Bevölkerung. Zahlreiche Menschen kamen diesem Bestreben entgegen, indem sie regimekritische Bemerkungen anderer anzeigten. Berufliche Konflikte und Karrierestreben, Ehestreit oder Geldgier, Beleidigungen oder politische Differenzen ließen auch in Köln viele Privatleute zu Denunzianten und Denunziantinnen werden.
    Das Buch zeigt in sieben Fallgeschichten aus Köln, wie aus privaten Auseinandersetzungen politische Prozesse vor den NS-Gerichten wurden. Es wird geschildert, warum und wie persönliche Feinde der Gestapo gemeldet wurden, und welche Folgen für die Betroffenen daraus entstanden. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Denunziationen für das Regime waren, wie stark die »Beherrschten« an der Perfektion ihrer Überwachung mitwirkten.

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  • Jürgen Müller »Willkommen, Bienvenue, Welcome...« Politische Revue-Kabarett-Varieté in Köln 1928-1938

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 14

    Politische Revue, politisch-literarisches Kabarett und Varieté: Die Kleinkunst gehörte in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Alltagskultur in Köln. Das Buch gibt einen Einblick in diese zeitgenössische Abendunterhaltung und zeigt auf, wie sie sich unter NS-ideologischen Vorzeichen veränderte und wie die Politik zunehmend gegen Spieltruppen und Künstler vorging: von Auftrittsverboten bis hin zur KZ-Einweisung und Ermordung.

    Begleitbuch zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln vom 30. Januar bis zum 31. August 2008

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  • Karola Fings, Frank Sparing Rassismus, Lager, Völkermord Die nationalsozialistische Zigeunerverfolgung in Köln

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 13

    Sinti und Roma wurden während des Nationalsozialismus auf der Grundlage eines wissenschaftlichen Rassismus systematisch definiert, erfasst, in Lagern konzentriert, deportiert und ermordet. Am Beispiel der Region Köln untersucht der Band exemplarisch die Praxis der an den Verfolgungsmaßnahmen beteiligten Institutionen. In allen Details wird die Geschichte der rund 1.600 als Zigeuner verfolgten Menschen aus den Regierungsbezirken Aachen, Köln, Koblenz und Trier dargestellt. Dabei wird die zugrunde liegende Ideologie ebenso in den Blick genommen wie die durch das Ineinandergreifen lokaler, regionaler und reichsweiter Maßnahmen in Gang gesetzte Dynamik einer zum Völkermord radikalisierten Ausgrenzung. Die Strukturen des Vernichtungsprozesses werden aufgezeigt, ohne die Opfer selbst zum Verschwinden zu bringen. Die Untersuchung bleibt aber nicht auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt, sondern stellt auch die Frage nach Kontinuitäten und Brüchen vor 1933 und nach 1945. Gestützt auf eine besonders dichte Quellenbasis gelangt der Band zu Ergebnissen, die die Debatte über den Charakter der nationalsozialistischen Zigeunerverfolgung neu beleben werden.

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  • Martin Rüther Köln im Zweiten Weltkrieg Alltag und Erfahrungen zwischen 1939 und 1945

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 12

    Wie sah der Alltag an der Kölner »Heimatfront« während des Zweiten Weltkrieges aus? Welche Erfahrungen machten die Menschen in Köln? Wie war es überhaupt möglich, unter den Bedingungen eines unvorstellbaren Bombenhagels das private, öffentliche und wirtschaftliche Leben aufrechtzuerhalten?
    Auf bisher neue, ungewöhnliche Art ist diese Darstellung eine Chronologie des Zweiten Weltkriegs in Köln. Sie beschreitet den langen Weg von 1939 bis zum Kriegsende und stellt die gesamte Bandbreite der Geschehnisse in ihrer Komplexität und Differenziertheit nachvollziehbar und detailreich dar.
    Der umfangreiche Quellenteil enthält Feldpostbriefe und Tagebücher, versehen mit einer Kommentierung ihrer Entstehungsgeschichte und der Biographie der Verfasser. Zahlreiche Fotografien bebildern die Quellen. So erhalten die Dokumente eine Lebensnähe, die den Leser stark berührt. Dieses Buch schildert den Zweiten Weltkrieg in einer für eine einzelne Stadt einmaligen Dichte und Tiefe.

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  • Barbara Becker-Jákli Das jüdische Krankenhaus in Köln Die Geschichte des Israelitischen Asyls für Kranke und Altersschwache 1869-1945

    Schriften des NS-Dokumentationszentrums, Band 11

    Das 1869 gegründete jüdische Krankenhaus war viele Jahrzehnte lang die größte Sozialeinrichtung der jüdischen Gemeinde in Köln und als modernes Krankenhaus auch bei nichtjüdischen Kölnern sehr beliebt. Während des Nationalsozialismus wurde es als einziges jüdisches Krankenhaus der Region zur wichtigsten Krankenhauseinrichtung für die jüdische Bevölkerung. 1942 ließen die NS-Behörden das Asyl räumen. Patienten, Ärzte und Pflegepersonal wurden in Konzentrationslager deportiert. In die Gebäude des Asyls verlegte man das städtische Bürgerhospital.
    Die Publikation von Barbara Becker-Jákli schildert detailliert die Entwicklung des Israelitischen Asyls von seiner Gründung bis zur gewaltsamen Auflösung unter dem nationalsozialistischen Regime. Dabei versteht sich die Untersuchung nicht nur als Beitrag zur jüdischen Geschichte Kölns, sondern auch als Beitrag zur Geschichte der Medizin und der Krankenversorgung in Köln im 19. und 20. Jahrhundert. Ein Anhang stellt Kurzbiographien von rund 100 Ärzten und 70 Schwestern des Asyls vor.

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